Erbrecht

Erbauseinandersetzung

Eine Erbauseinandersetzung ist immer dann erforderlich, wenn mehrere Erben am Nachlass beteiligt sind.

Bis zur eigentlichen Auseinandersetzung bilden die Erben eine Erbengemeinschaft. Die Erbengemeinschaft ist in den §§ 2032 ff. BGB geregelt, die Auseinandersetzung in§ 2042 BGB. Im Rahmen der Erbauseinandersetzung erfolgt die Verteilung des Nachlasses unter den Miterben.

Der Regelfall ist die Auseinandersetzung durch Vertrag. Dieser Erbauseinandersetzungsvertrag ist ein gegenseitig verpflichtender Vertrag.

Üblicherweise setzen die Erben den Nachlass selbst auseinander. Nur ausnahmsweise erfolgt die Auseinandersetzung kraft Gesetzes, wenn zum Beispiel die Erbteile noch unbestimmt sind oder wenn die Auseinandersetzung aufgrund Vereinbarung der Miterben oder letztwilliger Verfügung des Erblassers ganz oder auf Zeit ausgeschlossen ist.



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Weitere Begriffe und Definitionen 4

Mit dem Begriff Erbauseinandersetzung sind weitere ähnliche oder verwandte Artikel, Rechtsbegriffe und Definitionen aus dem Rechtswörterbuch verknüpft.

  • Erbe

    Erbe ist diejenige Person, auf die mit dem Erbfall die Gesamtheit der vererblichen privaten Rechtsbeziehungen (...)

  • Erbschaft

    Die Erbschaft ist das Vermögen des Erblassers, das mit dessen Tod auf die Erben übergeht. Die Erbschaft umfasst sämtliche vermögensrechtliche (...)

  • Erblasser

    Erblasser ist derjenige, dessen Vermögen mit dem Tode auf eine oder mehrere Personen (...)



Gesetze und Verordnungen 1

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  • § 2042 BGB - Auseinandersetzung

    (1) Jeder Miterbe kann jederzeit die Auseinandersetzung verlangen, soweit sich nicht aus den §§ 2043 bis 2045 ein anderes ergibt. (2) Die (...)



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