Arbeitsrecht

Lohnwucher

Wann liegt Lohnwucher vor?

Lohnwucher gemäß § 138 BGB liegt vor, wenn ein besonders grobes Missverhältnis zwischen Leistung (Arbeitleistung) und Gegenleistung (Arbeitslohn) vorliegt.

Das Bundearbeitsgericht geht von einer verwerflichen Gesinnung des Arbeitgebers aus, wenn der Wert der Leistung (mindestens) doppelt so hoch ist wie der Wert der Gegenleistung.

 

0.0/5(0 Bewertungen)

Mehr zum Thema

Mit dem Artikel Lohnwucher sind weitere Begriffe und Definitionen verknüpft.


  • Arbeitslohn
    Beim Arbeitslohn handelt es sich um Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit gemäß § 19 Einkommensteuergesetz (EStG). Hierzu gehören Gehälter, Löhne, Gratifikationen, etc. Es ist gleichgültig, ob es [...]
  • Bruttolohn
    Unter dem Bruttolohn bzw. der Bruttovergütung versteht man die Gesamtvergütung vor Abzug der öffentlich-rechtlichen Steuern und Abgaben zur Sozialversicherung. Der Rest, der übrig bleibt, wird als [...]

Gesetze & Verordnungen

  • § 138 BGB - Sittenwidriges Rechtsgeschäft; Wucher
    (1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig. (2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des [...]
  • § 291 StGB - Wucher
    (1) Wer die Zwangslage, die Unerfahrenheit, den Mangel an Urteilsvermögen oder die erhebliche Willensschwäche eines anderen dadurch ausbeutet, daß er sich oder einem Dritten 1. für die [...]
Lohnwucher
Was bedeutet der Begriff Lohnwucher? Auf dieser Seite finden Sie alle Artikel, Rechtsbegriffe und Definitionen zum Thema Lohnwucher (Erklärung und Bedeutung). Alle Angaben ohne Gewähr. Es wird keine Gewähr für inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen. Hier wird keine Rechtsberatung angeboten. Bitte beachten Sie auch unsere allgemeinen Hinweise zu den Rechtsthemen.