Actio libera in causa

Bei einer actio libera in causa (a.l.i.c.) setzt der Täter in schuldfähigem Zustand durch sich-Berauschen oder anderweitiges in Sich-in-einen-schuldunfähigen-Zustand-Versetzen eine Ursachenreihe in Gang, in deren Verlauf er bei eingetretener Schuldunfähigkeit den tatbestandsmäßigen Erfolg verwirklicht. Anknüpfungspunkt für die Beurteilungdieser Handlung als Straftat ist dann nicht die eigentlich rechtsgutverletzende Handlung, sondern das verantwortliche In-Gang-Setzen der Ursachenreihe, an deren Ende der tatbestandliche Erfolg steht. Es wird unterschieden zwischen vorsätzlicher und fahrlässiger actio libera in causa.

Mit dem Begriff Actio libera in causa sind weitere Artikel und Definitionen verknüpft.

Täter Schuld Schuldunfähigkeit tatbestandlicher Erfolg Handlung

Weitere Themen

  • Vorsätzliche actio libera in causa
    Die Vorsätzliche actio libera in causa liegt nach einer Meinung vor, wenn der Täter sowohl den Zustand der Schuldun-fähigkeit vorsätzlich herbeigeführt hat, als auch zumindest bedingt vorsätzlich in [...]
  • Fahrlässige actio libera in causa
    Unter fahrlässiger actio libera in causa versteht man Fälle, in denen der Täter sich vorsätzlich oder fahrlässig in einen Zustand der Schuldunfähigkeit versetzt und dabei fahrlässig nicht erkennt, [...]
  • Schuld
    Schuld bedeutet die Vorwerfbarkeit eines strafrechtlich relevanten Verhaltens. Vorwerfbarkeit bedeutet, dass der Täter rechtswidrig gehandelt hat, obwohl er nach seinen Fähigkeiten und unter den [...]

Artikel teilen

Facebook Twitter WhatsApp XING
Hinweis: Diese Seite enthält Informationen zum Thema Definition Actio libera in causa . Erklärung und Erläuterung des Begriffs. Alle Angaben ohne Gewähr. Es wird insbesondere keine Gewähr für inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit und/ oder Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen. Hier wird keine Rechtsberatung angeboten. Bitte beachten Sie auch die Hinweise zu den Rechtsthemen.