Rechtswörterbuch

Schwerbehindertenabgabe

Arbeitsrecht | Schwerbehindertenabgabe


Nach § 71 Abs. 1 SGB IX besteht eine Pflicht des Arbeitgebers zur Einstellung von Schwerbehinderten Personen, wenn er im Jahresdurchschnitt monatlich 20 Arbeitnehmer oder mehr beschäftigt. Er hat dann mindestens 5 Prozent seiner Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Erfüllt der Arbeitgeber diese Pflichtquote nicht, muss er für jeden unbesetzten Arbeitsplatz eine monatliche Ausgleichsabgabe (sog. Schwerbehindertenabgabe) zahlen. Die Bezahlung dieser Abgabe hebt allerdings die Verpflichtung zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen nicht auf.
Mehr zum Thema

Mit dem Artikel Schwerbehindertenabgabe sind weitere Begriffe und Definitionen aus dem Rechtswörterbuch verknüpft.


  • Schwerbehinderung
    Schwerbehindert sind nach § 2 SGB IX alle Personen mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 50 Prozent (Schwerbehinderung). Als Behinderung ist jede nicht nur vorübergehende [...]
  • Gleichgestellte Personen
    Personen, die einen Grad der Behinderung von weniger als 50 Prozent aber mindestens 30 Prozent aufweisen, sollen auf Antrag hin von der Agentur für Arbeit den Schwerbehinderten gleichgestellt werden [...]
Hinweis: Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Thema Schwerbehindertenabgabe (Begriff, Definition und Bedeutung). Alle Angaben ohne Gewähr. Es wird keine Gewähr für inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen. Hier gibt es keine Rechtsberatung. Bitte beachten Sie auch unsere Hinweise zu den Rechtsthemen.