Rechtswörterbuch

Vormundschaft, Minderjährige

Familienrecht | Vormundschaft, Minderjährige


Unter dem Begriff Vormundschaft im Sinne der §§ 1773 ff. BGB versteht man die Wahrnehmung aller persönlichen und vermögensrechtlichen Angelegenheiten des Mündels. Im Gegensatz zur Pflegschaft erstreckt sich die Vormundschaft grundsätzlich auf alle Angelegenheiten und nicht nur auf einen begrenzten Kreis von Angelegenheiten. Die Vormundschaft über Minderjährige ist in den §§ 1773 ff. BGB geregelt. Ein Minderjähriger erhält gemäß § 1773 BGB einen Vormund, wenn er nicht unter elterlicher Sorge steht oder wenn die Eltern nicht zur Vertretung Minderjähriger berechtigt sind. Die Vormundschaft wird gemäß § 1789 BGB durch das Vormundschaftsgericht angeordnet.
Mehr zum Thema

Mit dem Artikel Vormundschaft, Minderjährige sind weitere Begriffe und Definitionen aus dem Rechtswörterbuch verknüpft.


  • Elterliche Sorge
    Der Begriff elterliche Sorge fasst die Rechtsbeziehungen zwischen Eltern und Kind zusammen. Die elterliche Sorge ist ein unverzichtbares und unübertragbares absolutes Recht der Eltern. Die [...]
  • Pflegschaft
    Unter dem Begriff Pflegschaft im Sinne der §§ 1909 ff. BGB versteht man grundsätzlich eine nur auf einzelne Angelegenheiten beschränkte Fürsorge für einen anderen. Eine Beschränkung der [...]
  • Betreuung
    Durch das am 01.01.1992 in Kraft getretene Betreuungsgesetz (BtG) wurde die Vormundschaft über Volljährige abgelöst. Das neue Institut wird Betreuung genannt und ist in den §§ 1896 ff. BGB [...]
Was bedeutet der Begriff Vormundschaft, Minderjährige? Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Thema Vormundschaft, Minderjährige - Definition und Erklärung. Alle Angaben ohne Gewähr. Es wird keine Gewähr für inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der bereitgestellten Informationen übernommen. Hier gibt es keine Rechtsberatung. Bitte beachten Sie auch unsere Hinweise zu den Rechtsthemen.